Glaub an andere Menschen

„Wenn wir einen Menschen  nur so nehmen wie er ist, machen wir ihn schlechter.“

Goethe

Immer das Beste im Menschen sehen

Experimente mit Schulklassen zeigen, dass, wenn Lehrer am Anfang eines Schuljahres  davon überzeugt werden, dass bestimmte Schüler „hoch intelligente Aufblüher“ sind, die “ in Zukunft herausragende Leistungen zeigen“, die Noten dieser Schüler  und auch deren Intelligenztestergebnisse  am Ende des Jahres viel besser sind, als vorher.

Aufmerksamkeit schenken

Wie viel Augenkontakt und Geduld Sie einem Menschen zeigen, wie schnell Sie ihm eine Rückmeldung geben und wie gehaltvoll diese Rückmeldung ist, vermittelt ihm, laut wissenschaftlichen Untersuchungen,  was Sie von ihm halten und  ihm zutrauen. Diese Erwartungshaltung, die auch über unscheinbare Gesten und Körpersprache  kommuniziert wird,  kann sich auf das Selbstvertrauen und die Leistungsbereitschaft eines anderen Menschen auswirken.

Wenn wir  glauben, dass etwas stimmt, wird es wahr

Wer sich übergangen, nicht gefordert, nicht gesehen oder wie ein kleines Kind behandelt fühlt, schraubt meist  sein Engagement nach unten, entspricht den geringen Erwartungen, die an ihn gerichtet werden und bleibt weit unter seinem wahren Potential. Wenn Jemand vom vermeintlich geringschätzenden Verhalten eines anderen Rückschlüsse auf seine Fähigkeiten und  Wichtigkeit zieht, und sich zurücknimmt, verstärkt er dadurch das Vorurteil und bestätigt es.

Stärken in den Vordergrund stellen

Richten Sie Ihr Augenmerk nicht auf das, was beim Anderen schiefgelaufen ist. Schauen Sie auf  die Erfolge. Je mehr Sie über die Schwächen eines anderen Menschen reden, desto mehr verstärken sie diese. Sehen Sie über Fehler hinweg. Loben Sie einen Menschen, wenn er etwas gut gemacht hat. Feiern Sie, wenn ihm etwas gelungen ist!

Großzügig sein

Haben Sie Geduld. Jeder Mensch ist anders. Setzen Sie Ihr Wissen und Lerntempo bei anderen nicht voraus. Gönnen Sie anderen etwas.

Den ersten Schritt tun

Anstatt Menschen zu misstrauen, sie zu überwachen, oder sie als dumme Befehlsempfänger zu sehen,  glauben Sie an die individuellen Fähigkeiten und an das Gute in jedem Menschen. Behandeln Sie einen Menschen so, als wäre er bereits das, was er sich erträumt.

Ermutigen Sie die Menschen dazu, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Anderen dabei zu helfen, das Beste aus Ihrem Leben zu machen, bereichert Ihr Leben.

Jemand sagte mal zu mir „Ich kenne nur nette Menschen.“ Geben Sie jedem Menschen, der Ihnen über den Weg läuft,  immer aufs Neue eine Chance, unabhängig davon, was gestern war.  Geben Sie sich den Freiraum, Ihre göttliche Ganzheit in jeder Situation erscheinen zu lassen. So bleibt die Sonne in Ihrem Herzen.


Herzlichst,

Joachim Schneider

Inspiriert von http://www.1000tipps.com/erfolg/an-andere-menschen-glauben

2010 © Dr. Joachim Schneider

3 comments to Glaub an andere Menschen

  • Eleonore Gleich

    Welch schöne Inspiration. Und ja, vermutlich hat jeder es schon mal erlebt, wie er / sie aufblühen kann in der Nähe eines anderen, der einen bedingungslos bejaht. Da kann dann das aufblühen, was oft schon allzu früh dem Frost anheim gefallen ist oder nie über die Knospengröße hinauswachsen.
    Das schöne ist an uns Menschen ist ja, dass unser „Innerer Baum“ immer bereit ist weiterzuwachsen.

    Wir sind ja nicht nur die Blüte eines einzigen Jahres, die für immer verloren gegangen ist, wenn die Wetterbedingungen „herbe“ waren!

    Mir fällt zu diesen Gedanken auch noch der Spruch ein: „Einen Menschen zu lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat“.

    In diesem Sinne – sehen wir auch uns selbst, wie Gott uns gemeint hat!

    Herzlich

    Eleonore Gleich

  • Jana

    Ein wirklich wunderschöner & inpirierender Artikel, der mich dazu bringt wieder an das Gute in jedem Menschen zu glauben

  • Eleonore

    Ich erinnere mich in dem Zusammenhang mit diesen Worten an eine Erfahrung, die ich gemacht habe mit einem türkischen jungen Mann. Er ist in einem Kurs zur Beruflichen Weiterbildung gewesen, den ich geleitet habe. Ein scheuer, in sich gekehrter Mensch mit leiser Stimme__Zum Praktikum kam er in eine Firma, wo er im Lager Ware zusammenstellen mußte. Unglücklicherweise wurde er durch die Belastung /den Neuanfang krank; er fiel in eine seelische Krise und mußte für einen Monat in eine psychiatrische Klinik__Ich vermute, daß die meisten Personalchefinnen / chefs ihn in diesem Falle „aufgegeben“ hätten. Nicht so diese: Sie hielt ihm seine Stelle frei und als er zurückkam nach einem Monat, arbeitete er weiterhin dort__Diese Firma befragte regelmäßig ihre Mitarbeiter nach deren Verbesserungsideen – wer wüßte es besser, als derjenige, der direkt „vor Ort“ beschäftigt ist? Der Praktikant hatte viele und sehr gute Ideen, die auch gewürdigt wurden und somit zur Verbesserung des Arbeitsablauf in der ganzen Abteilung beitrugen__Als ich ihn nach etwa drei Monaten erstmals wiedersah, erkannte ich ihn fast nicht wieder: Ein strahlender, selbstbewußter Mann mit einer sympathischen Ausstrahlung war er nun. Dank dieser Personalchefin und ihrem Glauben an ihn und alle Mitarbeiter !

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