Lebenslektionen von David Simon

„Gott hat Sinn für Humor“

David Simon über seinen bösartigen Gehirntumor, ein Glioblastom, den er in seiner Arbeit als Neurologe an vielen seiner Patienten diagnostizierte.  20 Monate nachdem er diesen Tumor  selbst bei sich feststellte, starb er am 31. Januar 2012.

Es folgt ein Beitrag von Max Simon, seinem Sohn, darüber, was er von seinem Vater gelernt hat. Hier ein Dokumentarfilm dazu in englischer Sprache:

David Simon Lebenslektion 1: Verschwende Deine Energie nicht und halte nicht an Dingen fest, die Dir nicht mehr dienen.

Auch wenn Erlebnisse weh tun können, sagte mein Vater immer: “Erlaube diesen Energien nicht, sich festzusetzen. Lass sie los. Verschwende Deine wertvolle Lebensenergie nicht an Dinge, die Dir nicht nützen.”

Ich lernte von meinem Vater, dass wir immer die Wahl haben. Wir können uns entscheiden, zu leiden, in dem wir eine alte Geschichte am Leben erhalten oder aber indem wir erkennen, dass es zu schmerzhaft ist, an etwas festzuhalten”. Wenn wir loslassen, erfahren wir Freiheit und Freude.

David Simon Lebenslektion 2: Du verdienst, glücklich und geliebt zu sein

Mein Vater fragte mich immer: “Will Gott, dass Du glücklich bist?” Wenn es einen Gott gibt, kann Ich mir kaum vorstellen, dass er möchte, dass es uns schlecht geht.

David Simon Lebenslektion 3: Du hast einen einzigartigen Weg

Mein Vater sprach gerne über Dharma, was frei übersetzt Sinn im Leben bedeutet. Er glaubte tief daran, dass jeder auf der Welt einen einzigartigen Ausdruck hatte und es einen ganz eigenen Grund gab, weshalb ein Mensch hier her gebracht wurde. Wenn wir genau aufpassen, was dieser einzigartige Ausdruck  ist und wir den Mut haben, diesen zu verkünden, wird das Leben zu einer Zauberreise.

Er warnte allerdings immer davor, Dharma mit Macht, Status oder Errungenschaften zu verwechseln. Dharma ist das, was Du schätzt, was Dir leicht fällt und Spaß macht und anderen wirklich hilft.

“Als Müllmann, Mutter oder als Jemand der nichts tut, kannst Du vollkommen in deinem Dharma sein. Wenn Du es gerne tust, Du die Zeit dabei vergisst, dann ist dies der Sinn Deines Lebens in diesem Augenblick.

Dieser Beitrag wurde aus dem Amerikanischen übertragen von Joachim Schneider. Hier der Dokumentarfilm dazu.

2 comments to Lebenslektionen von David Simon

  • Zu Lebenslektion 1: Wenn einem etwas jahrelang gute Dienste geleistet hat, tut man sich schwer, es auszumustern, weil es einem nun nicht mehr „dient“. Eigentlich ist das sehr egoistisch. Auf Menschen darf man das garnicht beziehen, das wäre ja menschenverachtend.

    Zu Lebenslektion 2: Du verdienst, glücklich und geliebt zu sein. Wie das Wort „verdienen“ schon sagt (man verdient nur etwas, wenn man es sich erdient hat), es sollte also eine gewisse Vorleistung erbracht werden, damit man glücklich und geliebt sein kann.

    Lebenslektion 3: Das ist für die meisten wohl am Schwersten zu erkennen, „der einzigartige Weg.“ Was fällt leicht, was macht Spaß und hilft gleichzeitig auch noch anderen. Da sollte man sich doch direkt mal einen Zettel anlegen und darauf schreiben, was einem dazu spontan einfällt.

  • Sabine-Maria

    Alles, was wir in Liebe los lassen, ist nicht menschenverachtend sondern es zeugt von Mut und Selbstachtung sich und anderen gegenüber. Alles, was stresst, darf und sollte man meiden. Ich bin der einzige Mensch, der den Rest meines Lebens mit mir verbringt. Weil ich es mir Wert bin, darf ich entscheiden, mit wem und mit was ich meine Zeit verbringe.

    Warum sollte ich es mir verdienen glücklich zu sein? Ich kann es mir vermiesen, in dem ich gegen meine Natur lebe. In dem ich erhoffe, dass andere mich glücklich machen oder lieben. Warum nicht selbst damit anfangen? Wer sich selbst liebt, stellt weder sich noch andere in Frage und er lebt nicht in der Not, dass er sich etwas verdienen muss! Damit macht man sich abhängig.

    Wer in Liebe auf andere zugeht, wird seinesgleichen begegnen. Wer nur das Gute in anderen sieht, hört auf zu kritisieren.

    Die Liebe ist das einzig wirklich wichtige. Sie spendet uns Kraft, sie gibt uns Energie, sie bringt uns zum Lachen.

    Alles, was ich in Liebe tue, hilft anderen Menschen, weil ich es uneigennützig tue.

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