Die Frage bleibt die gleiche

Deepak Chopra, 3. Juli 2012

„Wie geht es mir?“ ist eine wichtige Frage.  Sie fällt uns zuallererst und ganz von selber ein. Das hat einen guten Grund. Wir alle haben Hoffnungen und Ziele. Wir alle sind von den Hoffnungen und Zielen unserer Eltern und der Gesellschaft geprägt. Die Kunst ist, die Frage „Wie geht es mir?“ zur jeweils passenden Lebenssituation zu stellen, um in jeder Phase des Lebens Erfüllung zu finden. Unser Potential und unsere Wünsche sind dazu da, unsere Weiterentwicklung voranzutreiben.

Was für ein Mensch werde ich?

Mit Zwanzig handelt die Frage „Wie geht es mir?“ davon, wer ich bin.  Wie kannst Du eine Grundlage für das Erwachsen sein finden und für alles, was kommt.  In den darauffolgenden Jahren bildest Du entweder diese Grundlage oder nicht. Deshalb solltest Du in Deinen Zwanzigern Deine inneren Blockaden aufarbeiten. Was hindert Dich daran, Deinen wahren Träumen nachzugehen? Was blockiert Dich innerlich und wie kommt das? Wer seine inneren Blockaden als junger Mensch auflösen kann, ist am Besten für die Herausforderungen des Lebens gerüstet.

Die wichtige Frage ist „Was für ein Mensch werde ich?“ Die Antwort muss unseren Hoffnungen, Wünschen und Idealen entsprechen und nicht dem, was andere von uns erwarten.

Werden meine Träume wahr? 

Mit 30  erkundet die Frage „Wie geht es mir?“ nicht mehr wer Du bist, sondern was Du bislang erreicht hast. Mittlerweile bist Du als Erwachsener in dieser Welt angekommen. Jetzt ist es an der Zeit, auszuprobieren wie stark Du wirklich bist und zu sehen, wie weit Deine Ziele Dich tragen. Alle Möglichkeiten sind noch neu. Du hast noch keine Rückschläge verkraften müssen  und Deine Welt ist von den harten Tatsachen des Lebens ungetrübt. Die wichtige Frage ist  „Werden meine Träume wahr?“ 

Ist das die Welt, in der ich leben will?

Mit 40 handelt die Frage  „Wie geht es mir?“ von gesellschaftlicher Verantwortung.  Jugendlicher Idealismus verbindet sich mit Macht und Einfluss. Du hast Führungsaufgaben oder bist eine Expertin.  Du kennst den steinigen Weg des Erwachsenwerdens und kannst idealistische Ziele realistisch umsetzen. Die wichtige Frage ist „Ist das die Welt in der ich leben will?“

Wie wird mein neues Leben aussehen?

Ab 50 findet eine weitere Veränderung statt. Wie diese aussieht ist aufgrund neuer gesellschaftlicher Vorstellungen darüber, was „alt“ ist, allerdings noch unklar. 50 zu werden bedeutete früher, es geschafft zu haben. Man war finanziell abgesichert, ein Experte auf seinem Gebiet und wurde sich der Lebensmitte bewusst. Früher waren die Fünfziger der Wendepunkt zum alt werden. Ob erstrebenswert oder nicht, heute kommen sich Menschen in dem Alter jünger vor und sind weit davon entfernt, sich für alt zu halten. Auch fühlen sich immer weniger Leute sicher in ihren Fünfzigern.

Bei einer Lebenserwartung von 20, 30, 40 oder gar 50 weiteren Jahren geht es darum, nochmal erwachsen zu werden und dieses Erwachsen sein neu zu gestalten. Nimm das Gute der ersten 50 Jahre mit und lass den Rest hinter Dir.  Du kannst die Grundlage für ein sinnvolles Leben legen, das sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weiter entwickelt. Die wichtige Frage ist „Wie wird mein neues Leben aussehen?“.

Wie kann ich weiter wachsen?
Früher ging man mit 60 in Rente aber das ist heutzutage oft nicht mehr so.  Manche Menschen denken in diesem Alter, dass sie ihre besten Jahre hinter sich haben.  Andere sehen die Zukunft so rosig wie eh und je. Schwelgst Du in der Vergangenheit oder trauerst ihr gar nach? Oder willst Du  Dich mit Elan weiterentwickeln? Es ist Deine Entscheidung. Wenn Du möchtest, dass Deine Lebenskurve nach oben geht,  ist die lebenswichtige Frage „Wie kann ich weiter wachsen?

Übertragen aus dem Amerikanischen Original  von Joachim Schneider

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