Über die „21 Tage Meditation“ hinaus

StrandwelleJoachim Schneider

Zwischen Deepak Chopras “21 Tage Meditation” und “Primordial Sound”Meditation, der Praktik, die bei allen mehrtägigen Seminaren von Deepak Chopra gelehrt wird, gibt es  so einige Unterschiede.   

Vor mehreren Jahren begann Deepak Chopra via Internet die “21 Day Meditation Challenges” anzubieten. 3 Wochen lang führt er seine Zuhörer jeden Tag durch die verschiedensten Meditationen und verwendet dabei immer ein anderes Mantra.

Ich freue mich, dass Deepak Chopra diese inspirierenden Meditationen nun auch auf Deutsch anbietet, da sie ein wunderbarer Einstieg in die Meditation sein können.

Dennoch sind diese „21 Day Meditation Challenges“ anders als Primordial Sound Meditation, die Meditationspraktik, die jedem beigebracht wird, der ein Seminar von Deepak Chopra besucht.

Primrodial Sound Meditation ist im deutschsprachigen Raum auch u.a. in Artikeln von mir als Urklangmeditation bekannt (Siehe u.a. die Zeitschrift „Visionen“, 2008; „Sein“, 2007, Lichtstrahl 2007).

Da die kostenlosen „ 21 Day Meditation Challenges“ mittlerweile ein Millionenpublikum erreichen, Chopra aber nahezu nie seine eigene Primordial Sound Meditation erwähnt und auch nicht darauf eingeht, wie jemand, der bereits  Primordial Sound Meditation praktiziert, mit diesen Meditationen umgehen soll, möchte ich dies hier tun.

Auch wenn die „21 Tage Meditation Challenge“ wundervolles bewirken können, sind sie kein Ersatz für Urklangmeditation. Da jeden Tag ein anderes Mantra verwendet wird, kann es vorkommen, dass ein Mantra oder der eine oder andere Buchstabe für Sie persönlich nicht stimmig ist. Es ist nicht zu empfehlen, ein Mantra zu wiederholen, das für Sie nicht angenehm ist, kann  dies doch  dazuführen, dass Sie ganz mit Meditieren aufhören oder den Bezug zu Ihrem persönlichen Urklang verlieren. Seit der „21 Day Meditation Challenge“ genannt „Expanding your Happiness“  empfinde ich diese Meditationen darüberhinaus teilweise nicht mehr als mühelos. Es gibt Anleitungen, bei denen mir gesagt wird, ich soll bei jeder Wiederholung des Mantras mich noch mehr öffnen oder mir bildlich etwas vorstellen. Die Urklangmeditation, wie sie mir am Chopra Center beigebracht wurde ist mühelos, Sie müssen sich nicht konzentrieren oder irgendetwas visualisieren.

Urklangmeditation  half mir eine regelmäßige Praktik zu finden

Ein Ziel der “21 Tage Meditation” scheint zu sein, Menschen dabei zu helfen, eine regelmäßige Meditationspraktik zu finden. Ich schaffte es, mühelos Meditation zu einer täglichen Praktik zu machen, als ich 1998 „Primordial Sound Meditation“ von Deepak Chopra lernte, obwohl ich vorher nicht einmal still stehen konnte. Anstatt an einem Seminar teilzunehmen, ist die Versuchung groß, dreimal im Jahr Deepak Chopras kostenlose 21 Day Meditation Challenge mitzumachen, dabei allerdings das Geheimnis der Urklangmeditation verpassen.

Es folgt eine Darstellung der Unterschiede zwischen Urklangmeditation und den Meditationen der “21 Day Meditation Challenge” und ein paar Tipps, wie man die 21 Tage Meditation noch mehr genießen kann.

Hintergrundmusik

Ein offensichtlicher Unterschied zwischen Urklangmeditation und diesen „21 Tage Meditationen“ ist, dass während einer “21 Tage Meditation”, wie auf den meisten CDs, die Deepak Chopra veröffentlicht, angenehme Hintergrundmusik gespielt wird, womöglich um das Erlebnis der Meditation noch interessanter zu gestalten. So schön diese Musik ist, empfiehlt Deepak Chopra in der Urklangmeditation keine Hintergrundmusik, weil er sagt, dass dies das Bewusstsein auf der Ebene der Gedanken festhält. Das Ziel der Urklangmeditation ist es, über die Gedanken hinauszugehen.

Der Urklang hat keine besondere Bedeutung

Die Mantren der Urklangmediation haben normaler Weise keine Bedeutung. In der “21 Tage Meditation” erklärt Deepak Chopra jedoch die Bedeutung eines jeden Mantras, das er verwendet.  Zum Beispiel in der  “Expanding your Happiness” Reihe, hieß eines der Mantren “Ananda Hum”. Er gibt diesem Mantra die Bedeutung ” Ich bin Glückseligkeit“ und sagt während der Meditation  “Dieses Mantra verbindet Dich mit Deiner wahren Glückseligkeit”.

Im Gegensatz dazu, wird dem Urklang im Urklangmeditationskurs keine besondere Bedeutung gegeben, weil dies zu tun, laut Deepak Chopra, unsere Aufmerksamkeit auf der Ebene der Gedanken festhält und es schwieriger macht in die Lücke zwischen die Gedanken zu gleiten, wo Ruhe und grenzenlose Möglichkeiten zu finden sind.

Ist das Mantra stimmig für Dich?

Die “21 Day Meditation Challenges” beinhalten ein anderes Mantra jeden Tag. Auch wenn diese Mantren sicherlich sorgfältig ausgewählt wurden, kann es sein, dass das eine oder andere für Sie oder Ihren Körper nicht angenehm ist. Während Sie eines dieser Mantren wiederholen, hören Sie auf den Körper und zögern nicht, es abzusetzen, wenn es für Sie nicht stimmig ist.  Auch wenn „Om“ die unangenehme Wirkung darauffolgender Worte und Mantren abfedern kann, ist ein Mantra, dessen Buchstaben nicht zu Ihnen passen, nicht empfehlenswert. Haben Sie den Mut und setzen ein Mantra ab, das Sie, aus welchen Gründen auch immer irritiert, auch wenn es von Deepak Chopra vorgestellt wird.  Menschen genau wie Mantren haben einen unterschiedlichen Humor und Buchstaben, die den einen Menschen beflügeln, können den andere verletzen. Wenn Sie dann 20 Minuten mit einem Mantra meditiert haben, das Ihnen unangenehm ist, hören Sie womöglich ganz zu meditieren auf.

Urklangmeditation ist mühelos

Am Chopra Center wurde mir beigebracht, mühelos zu meditieren. Deshalb sollten Sie auch nicht mit einem Mantra meditieren, das Sie nicht mögen, weil Sie ansonsten mit der ganzen Meditation etwas negatives verbinden. Im Gegensatz dazu kommt das Mantra der Urklangmeditation von 108 angenehmen Klängen, die normaler Weise beruhigend und energetisierend wirken. Wenn der Urklang allerdings nicht stimmig für Sie sein sollte, kann Ihr persönlicher Lehrer Ihnen dabei helfen, ein passenderes Mantra zu finden. So einen persönlichen Lehrer haben Sie in der „21 Day Meditation Challenge“ zumeist nicht.

Du hast bereits Deinen Urklang?

Wenn Sie bereits Ihr persönliches Mantra haben, kann das Meditieren mit 21 verschiedenen Mantren schlimmstenfalls dazu führen, dass Sie die Verbindung zu Ihrem Urklang verlieren. Das ist ein Grund, weshalb ich, wenn ich an einer „21 Day Meditation Challenge“ teilnehme, zunächst mit meinem Urklang mehrere Minuten lang meditiere, bevor ich das Mantra des Tages ausprobiere. Beim Ausprobieren neuer Mantren hat es sich bewährt, zuerst mit dem persönlichen Urklang als Grundlage anzufangen und erst nach mehreren Minuten andere Mantren einzusetzen.

Stellst Du dir Dein Mantra bildlich vor?

In einer der letzten “21 Day Medtiation Challenges”  “Expanding your Happiness” regt Deepak Chopra dazu an, bei jeder Wiederholung eines Mantras, sich etwas „Bildliches“ vorzustellen.   Zum Beispiel zum Mantra “Lila Hum”, “Ich bin Verspieltheit”, sagt Chopra “Während Du das Mantra wiederholst, stell Dir vor, Du spielst, singst, tanzst zum kosmischen Rhythmus des Lebens.“

Auch wenn es Spaß machen kann, sich solche Szenen vorzustellen, werden Visualisierungen in der Urklangmeditation nicht empfohlen, weil sie uns auf der Ebene des Geistes festhalten. Auch sind Visualisierungsübungen nicht jedermanns Sache und es kann auch nicht jeder gleich gut, was die Meditation anstrengend machen kann.  In der Urklangmeditation ist es nicht notwendig, etwas zu visualisieren, während wir den Urklang wiederholen.

Aufmerksam sich “öffnen” bei jeder Wiederholung?

In der “Expanding your happiness” Reihe, jedesmal wenn  Deepak Chopra ein Mantra einführt, sagt er:  Mit jeder Wiederholung [des Mantras], spüre, wie sich Körper, Geist und Spirit öffnet und öffne Dich noch mehr.”

Auch wenn es sicher Menschen gibt, die von dieser Anregung profitieren, wirkt sie auf mich anstrengend, und verkompliziert meine Meditation. Sich während der Meditation auf diese Weise auf das Mantra fokussieren zu müssen,  ist für manche Menschen nicht mühelos. In der Urklangmeditation ist es nicht notwendig, Körper, Geist und Spirit mit jeder Wiederholung mehr zu öffnen.

Soll ich mich auf das Mantra konzentrieren?

Bei der Frage ob oder wie man sich auf ein Mantra konzentrieren soll, sagt der vedische Wissenschaftler und Autor Dr. David Frawley, der mittlerweile die  Primordial Sound Meditationslehrer am Chopra Center ausbildet, dass Konzentration für Meditation wichtig ist und Konzentration den Urklang energetisiert. (Lesen Sie dazu David Frawley’s Artikel unter http://www.chopra.com/teacher/jun13/dharma.

Die Mantren für Deepak Chopras „21 Day Meditation Challenge – Finding your Flow“  stammen übrigens teilweise von Frawley’s lesenswertem Buch “Mantra Yoga and Primal Sound”.

Im Gegensatz dazu, als ich 2003 am Chopra Center in Carlsbald von David Simon und Roger Gabriel zum  Primordial Sound Meditation Instructor zertifiziert wurde, hieß es ausdrücklich „ es ist nicht notwendig, sich während der Meditation zu konzentrieren“.

In meiner langjährigen Erfahrung als Urklangmeditationslehrer, macht die Vorgabe, sich konzentrieren zu müssen, den Einstieg in eine regelmäßige Meditationspraktik schwieriger. Wenn man gesagt bekommt, dass man sich konzentrieren soll, strengt man sich womöglich an und die Meditation kann frustrierend werden. Urklangmeditation ist hingegen mühelos.

Wer sich gerne während der Meditation konzentriert, findet David Frawley’s Anregungen womöglich wertvoll, um seine Praktik zu vertiefen. Da Menschen unterschiedliche Vorlieben haben, bevorzuge ich, Meditation mühelos zu unterrichten. Konzentration sehe ich, wenn überhaupt nur als eine wahlweise weiterführende Technik, erst wenn jemand regelmäßig meditiert.

Bist Du wirklich ein Raja Yogi?

Konzentration, im Sanskrit “Dharana”, ist Teil von Raja Yoga und  des achtfachen von Patanjali beschriebenen Asthanga Yoga Pfads. Die 8 Schritte dieses Pfads beinhalten  Yama, was moralische Grundsätze betrifft wie Gewaltlosigkeit oder Wahrhaftigkeit, Niyama, Disziplin, Asana, Yogaposen, (4) Pranayama, Atemkontrolle, (5) Prathyahara, das Vermeiden von Ablenkungen, (6) Dharana, sich konzentrieren und den Geist zu kontrollieren (7) Dhyana, betrachtende Meditation als ein zeitloses Wesen und (8) Samadhi, eins sein mit allem. Auch wenn viele Yoga Studios diese 8 Schritte Patanjali’s streng auslegen, betonen Deepak Chopra und David Simon in ihrem Buch “Die 7 spirituellen Gesetze des Yoga” mehr die mühelose und bequeme Natur von Yoga-Übungen und Meditation. Wenn Sie Konzentration oder Kontrolle im Rahmen von Yoga-,Meditationen oder Atemübungen als stressig oder unangenehm empfinden, dann sind Sie vielleicht gar nicht auf einem strengen Raja Yoga- Meditationspfad. Vielleicht sind Sie ja auf dem Pfad der Hingabe, dem Bhakti Yoga, ein freudiger Diener, ein Karma-Yogi oder auf dem Weg der Erkenntnis, dem Jnana Yoga. Wenn Raja Yoga mit Konzentration oder vielen Regeln gelehrt wird, ist die Hürde für Meditation, Yoga oder Atemübungen für manche Menschen zu hoch und sie kommen dann nicht in den Genuss der körperlichen und spirituellen Weiterentwicklung, die mit diesen Praktiken möglich ist.

Was ist Deine Methode?

Die vedische Astrologie nach Jaimini zeigt, dass Menschen unterschiedliche spirituelle Praktiken brauchen, um sich weiterzuentwickeln. Abhängig vom Erleuchtungsplaneten ist der Weg konzentriert (Sonne), mühelos (Mond), losgelöst (Mars), achtsam (Merkur), kooperativ (Jupiter), hingebungsvoll (Venus), einfach (Saturn), nach innen (Ketu) oder nach außen gehend (Rahu) oder eine Mischung daraus. Da der Urklang mit der Position des Mondes zurzeit der Geburt in Verbindung steht, bietet sich Urklangmeditation als mühelos an.  Schon Deepak Chopra sagt, Urklangmeditation ist “sanft und mühelos” und “mühelose Spontanität ist der schnellste Weg sich zu verwirklichen”. Auch wenn die meisten Meditationslehrer den Ansatz unterrichten, der für sie funktioniert hat, ist meine Erfahrung, dass unabhängig von Ihrer schlussendlichen Meditationspräferenz, eine mühelose Praktik, wie Urklangmeditation  ein wundervoller Weg ist, eine regelmäßige, erfüllende Praktik einzurichten, auf der sich andere Techniken aufbauen lassen.

Müheloser Fokus?

Nicht alle Menschen verwenden die selbe Praktik um sich zu befreien oder zu verwirklichen. Ein Überblick von Meditationstechniken zeigt, dass  Meditationen sich darin unterscheiden, ob sie mühelos oder kontrolliert sind und offen oder fokussiert. (1) kontrolliert und offen: Eine kontrollierte, offene Meditation ist beispielsweise, wenn Sie achtsam das beobachten, was jetzt passiert. Sie konzentrieren sich nicht auf etwas bestimmtes, sondern auf das, was Ihnen jetzt auffällt. (2) kontrolliert und  fokusiert: Eine kontrollierte, fokussierte Meditation ist, wenn Sie sich auf ein Mantra oder den Atem konzentrieren.  (3) Mühelos und fokussiert: Urklangmeditation ist  mühelos und fokussiert, weil Sie sich nicht konzentrieren müssen, jedoch immer wieder sanft und mühelos zum Urklang als Anker  zurückkehren. (4) Mühelos und Offen: Meditationen, bei denen jemand beispielsweise seinen Gefühlen freien Lauf lassen und sich bewegen kann, wie er möchte,  sind mühelos und offen. Osho hat eine Reihe solcher Meditationen.

Die Meditationen aus Deepak Chopras „ 21 Day Meditation Challenge“ besonders die “Expanding Your Happiness” Reihe sind teilweise sanft kontrolliert und fokussiert, da man bei  jeder Wiederholung des Mantras dazu angeregt wird, etwas zu visualisieren oder sich immer mehr zu “öffnen”. Auch ist mein Eindruck, dass David Frawley’s Ansatz den kontrollierten Fokus bei der Meditation bevorzugt.  Im Gegensatz dazu besteht das Ziel der Urklangmeditation, wie sie mir beigebracht wurde, nicht darin, sich in Konzentration zu üben, sondern mühelos den Geist zur zeitlosen Glückseligkeit zurückfinden zu lassen. Interessanter Weise verbessert sich durch diese mühelose Meditation auch die Konzentrationsfähigkeit. Schon Maharishi, der Lehrer Deepak Chopras, empfahl, dass man die Biene fliegen lassen soll und dass sie so am Schnellsten ihre Blume finden wird.

Das Mantra richtig aussprechen?

David Frawley betont in seinem Buch “Mantra Yoga and Primal Sound”, wie wichtig es ist ,das Mantra richtig auszusprechen. Im Gegensatz dazu sagte David Simon, der vorherige Ausbilder am Chopra-Center dass die Mantren für Urklangmeditation nicht korrekt ausgesprochen werden müssen. So wichtig die richtige Aussprache sein mag, Ich habe erlebt, wie frustrierend die Versuche angehender Meditierer sein können, ein Mantra „richtig“ auszusprechen.  Ich stimme daher mit David Simons Anregung überein, dass der Urklang nicht „richtig” ausgesprochen werden muss und er nur eine entfernte Idee sein kann. Diese Empfehlung ist besonders hilfreich, bei Urklängen, bei denen die Zunge eigentlich zum Dach des Mundes gehen müsste, damit man beispielsweise ein „cerebrales“ oder „retroflexes“ „t“ wie in „true“ sagen kann.

Urklangmeditation ist keine Mantrenrezitation

Was die Frage angeht, ob man ein Mantra korrekt aussprechen sollte oder nicht, gilt es zu beachten, dass Urklangmeditation keine Mantrenrezitationspraktik ist, bei der ein Mantra in einem bestimmten Rhythmus womöglich tausende mal laut wiederholt wird.  In der Urklangmeditation wird das Mantra still wiederholt und die Empfehlung ist es, dem Mantra zu überlassen, wie es wiederholt werden will, ohne einen bestimmten Rhythmus oder eine Aussprache vorzugeben. Ich überlasse es dem Urklang, wie er ausgesprochen werden will.

Ritual

Während der “21 Tage Meditation” führt Deepak Chopra auf einer Aufnahme jeden Tag in ein anderes Mantra ein. In seinem Primordial Sound Meditation Kurs weist er darauf hin, dass seit Tausenden von Jahren die Erfahrung gemacht wurde, dass, wenn Menschen ein Mantra nicht im Rahmen eines feierlichen Rituals empfangen, sie nicht  langfristig damit meditieren.  Auch zeigt die Erfahrung von Tausenden von Jahren, dass es wichtig ist, wenn man dieses persönliche Mantra für sich behält.

Wenn Sie stattdessen per Post ein Mantra erhalten oder auf einer Aufnahme, fehlt der Zauber des Rituals, um regelmäßig damit zu meditieren. So kostengünstig und bequem das Internet ist im Übermitteln von Massenmedien,  so ist der persönliche Kontakt im Aufbau einer Meditationspraktik doch sehr wichtig. Für viele ist das Internet als Meditationsmedium auch deshalb attraktiv, weil sie dann keiner Gruppe oder gar einer Sekte beitreten müssen, um zu meditieren. Der Vorteil bei der Urklangmeditation ist, dass jeder sein eigener Guru ist. Sie sind  der einzige Mensch, der weiß , ob Sie sich jetzt wohlfühlen oder nicht. Wenn Sie sich abhängig fühlen von einer Gruppe oder einem Guru, von dem Sie ein Mantra erhalten haben, können Sie den “Bann brechen”, in dem Sie Ihr Mantra einem anderen Menschen zeigen oder sagen.

Können weitere Mantren mit dem Urklang kombiniert werden?

Im Primordial Sound Meditationskurs, sagt Deepak Chopra, dass der Urklang vollständig ist, so wie er ist.  Er empfiehlt wenigstens 20 Minuten damit zu meditieren, bevor man andere Mantren oder Worte verwendet, damit die Meditation am wirkungsvollsten ist.

Der neue Meditationsausbilder am Chopra Center, David Frawley spricht davon, dass man bestimmte „Shakti-Bija“ Mantren in den Urklang miteinbauen kann.

Meine Erfahrung damit, ist, dass, wenn ich ein Mantra sehr angenehm finde, kann ich es vorzugsweise vor dem 2. oder 3. Wort des Urklangs einsetzen, wobei dies die Urklangmeditationspraktik durcheinander bringen kann und nur mit Vorsicht auszuprobieren ist. Bedenken Sie dabei auch, dass, laut der vedischen Astrologie, die Anzahl an Silben die ein Mantra hat, sich darauf auswirkt, welchen Bereich im Leben eines Menschen beeinflusst wird.

Hat Deepak Chopra seinen Meditationsansatz geändert?

Zuweilen scheint Deepak Chopras Meditationsstil in seinen “21 Day Meditation Challenges”,  dem, was er seit den 90iger Jahren und auch noch 2010  in seinen Seminaren unterrichtet hat, zu widersprechen. Ich weiß nicht, warum er in diesen „“21 Day Meditation Challenges“ eine etwas andere Praktik lehrt als in seinen Seminaren. Sicherlich hat er sich über die Jahre weiterentwickelt, aber es kann auch sein, dass er ein anderes Format sucht und über verschiedene Techniken die 21 Tage interessant und abwechslungsreich gestalten möchte.

Empfehlungen für die Teilnahme an der 21 Tage Meditation

Hier ein paar Anregungen, wenn Sie an einer „21 Day Meditation Challenge“ von Deepak Chopra teilnehmen möchten.

  • Wiederholen Sie ein Mantra nicht, wenn es Ihnen unangenehm ist. Sich mit so einem Mantra 20 Minuten lang beschäftigen zu müssen, kann irritieren und schlimmstenfalls dazu führen, dass Sie ganz zu meditieren aufhören. Beobachten Sie stattdessen das Atmen oder meditieren mit einem anderen Mantra, das Sie mögen.
  • Sollte die Anleitung den Eindruck erwecken, dass Sie sich auf das Mantra konzentrieren müssen, was in den neueren „Challenges“ auf Englisch des öfteren der Fall ist, meditieren Sie mit dem Mantra mühelos, wenn für Sie Konzentration zu anstrengend wird.
  • Haben Sie bereits ein Mantra oder einen Urklang mit dem Sie zufrieden sind? Wenn dem so ist, können Sie die Meditation mit dem Urklang beginnnen. Nach mehreren Minuten können Sie dann das Mantra des Tages aus der „21 Tage Meditation“ probieren. Jeden Tag mit einem anderen Mantra zu beginnen, kann die Verbindung zu einem persönlichen Mantra durcheinander bringen.
  • Es kann sein, dass Sie ein Mantra für lautes rezitieren als angenehm empfinden aber nicht für die stille Meditation. Zum Beispiel bevorzuge ich Deepak Chopras lustiges Lach_mantra “Upahasa”, aus der “Expanding Your happiness” Reihe, laut anstatt still.
  • Wiederholen Sie ein Mantra nicht, wenn Sie während der Meditation plötzlich Schmerzen haben. Stoppen Sie in diesem Fall das Mantra und machen Sie es sich noch bequemer und beobachten das Atmen. Wenn während der Meditation ein Schmerz aufkommt und Sie weiter mit einem Mantra meditieren, schaffen Sie dadurch eine negative Verbindung zur Meditation und dem Mantra, das Sie verwenden. Schlimmstenfalls hören Sie danach ganz zu Meditieren auf.

Lerne  Urklangmeditation

Es gibt weltweit Tausende von Urklangmeditationslehrern, die vom Chopra Center ausgebildet wurden, die diese wertvolle Praktik unterrichten können. Wenn Sie es sich leisten können, besuchen Sie das Meditationsseminar „Seduction of Spirit“ mit Deepak Chopra. Wenn Sie eine mühelose Meditation bevorzugen, fragen Sie einen Lehrer, um zu sehen, welchen Stil er unterrichtet. Urklangmeditation ist ein müheloser Weg zur Glückseligkeit.

Über Joachim Schneider

Dr. Joachim Schneider, Ph. D. in Sozialpsychologie (Univ. of Washington), begann regelmäßig zu meditieren, als er 1998 in Redmond, Washington Deepak Chopra’s Primordial Sound Meditation lernte. 2003 wurde er am Chopra Center in Carlsbad, California ein von Deepak Chopra zertifizierter Primordial Sound Meditation Instructor. Seit dieser Zeit hat er vielen Menschen beigebracht zu meditieren, Artikel über diesen Weg der Meditation veröffentlicht und viele Artikel von Deepak Chopra mit der Genehmigung des Chopra Centers ins Deutsche übersetzt. Im Sommer 2006 war er “Teacher of the Month” am Chopra Center. Seit er anfing zu meditieren, schrieb er viele Lieder, obwohl er dies nie zuvor tat.  Auch singt er regelmäßig in Opernchören mit.

Urklangmeditation gründet auf Deepak Chopra’s Primordial Sound Meditation und ist mühelos und angenehm und es ist nicht notwendig sich zu konzentrieren. Anstatt das Mantra richtig auszusprechen, lassen wir das Mantra entscheiden, wie es ausgesprochen werden will, damit es uns mühelos zur natürlichen Glückseligkeit zurückbringen kann. Gemäß der Jaimini Astrologie ist Joachim Schneider ein singender “Mantrika”, ein “Verzauberer, jemand, der heilige Zaubersprüche kennt.”

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