Bessere Entscheidungen treffen

Blatt im ZaunDeepak Chopra , 24. Februar 2016

Bewusst sein ist der Schlüssel für Erfolg und erfolgreiche Entscheidungen. Die meisten Menschen treffen Entscheidungen aufgrund ihrer Erfahrungen. Wir denken gewohnheitsmäßig  und sind auf unvorhergesehene Herausforderungen oft nicht vorbereitet.  Der Entscheidungsablauf sieht im Allgemeinen wie folgt aus:  Wenn sich (1) eine Herausforderung stellt,  gilt es (2) diese zu bewerten,  (3) gegebenenfalls Rat einzuholen,  (4) eine Entscheidung zu treffen, (5) zu handeln, (6) das Ergebnis zu beachten und  (7) die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Im wirklichen Leben ist es schwieriger, Entscheidungen zu treffen, da Herausforderungen und auch die anderen Schritte nicht nacheinander sondern zur selben Zeit stattfinden und miteinander überlappen können. Um in undurchsichtigen Situationen eine gute Entscheidung zu fällen, ist es erforderlich bewusst zu sein, und  in einer Konkurrenzsituation und in einem Team ein Gruppenbewusstsein zu entwickeln.  Dabei gilt es, sich folgendes zu fragen:

  1. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein risikoreiches Vorgehen zum Erfolg führt?
  2. Was sind die Fakten?
  3. Was ist die Taktik der Konkurrenten?
  4. Habe ich ein Team, das meine Werte teilt?
  5. Wie kann ich über den Tellerrand hinausdenken und Scheuklappen vermeiden?
  6. Was sagt mein Instinkt?
  7. Wie kann ich meine Mitstreiter begeistern, dass sie verlässlich zum Team halten?

Die bisherigen Ratschläge sind vernünftig, was für den Hörsaal genügen mag, aber immer noch wirklichkeitsfern. Im normalen Leben müssen Entscheidungen unter Stress, Zeit- und Termindruck getroffen werden und Querelen, Angst und Konkurrenzkämpfe sind an der Tagesordnung.

Psychologische Studien zeigen, dass sich Gefühle und Vernunft nicht voneinander trennen lassen. Käufer zahlen für ein Produkt zu viel, wenn sie schlechter Laune und undgeduldig sind. Sie zahlen aber auch zu viel, wenn sie  guter Laune sind und daher großzügig. Bietende bei einer Auktion zahlen im Eifer des Gefechts zu viel, nur um einen Rivalen auszustechen.  Gefühlsangelegenheiten, das Temperament, die „Chemistry“ oder Gruppendynamik und ein Verständnis dafür, können wertvolle Fragen und Erkenntnisse aufwerfen:

  1. Wer bin ich? Wie fühle ich mich? Du musst kein Roboter sein, solltest Entscheidungen aber auch nicht aus Zorn, Eifersucht oder Angst treffen.
  2. In wiefern ist der Gemütszustand meines Teams ein Spiegel meines Gemütszustands?
  3. Wie kann ich Hoffnung, Vertrauen, Verlässlichkeit und Mitgefühl leben? Diese 4 Eigenschaften wünschen sich Mitarbeiter von einer Führungskraft am meisten und machen sie loyaler.
  4. Nimm Dich nicht zu wichtig, gib nicht an und versuche nicht, um jeden Preis zu gewinnen.
  5. Tue nie etwas, was Du mit Deinem Gewissen nicht vereinbaren kannst. Dies garantiert zwar keinen Erfolg, aber gegen Dein Gewissen zu handeln hat einen hohen persönlichen Preis.
  6. Erkenne die Leistungen anderer an und belohne sie. Ein ehrliches Lob und Zuspruch tun gut.
  7. Fördere unterschiedliche Meinungen, bestehe jedoch darauf, dass Beiträge konstruktiv sind. Stelle Dich den Tatsachen, aber vermeide schwarz sehen.
  8. Fördere keine Zockeratmosphäre oder  ein Macho-Gehabe, da dies dazuführen kann, dass Risiken falsch eingeschätzt werden.
  9. Deine Mitarbeiter sollten Dich nie fürchten. Angst kann Menschen zwar disziplinieren, aber auch dazu führen, dass sie Dir wichtige Informationen vorenthalten.

Das Bewusstsein ausweiten ist am Wichtigsten. Mach Dir jeden Schritt im Entscheidungsablauf bewusster, um noch wirkungsvoller zu werden. Die Absicht, Entscheidungen noch bewusster zu treffen, macht alle andere Entscheidungen leichter.

Aus dem Amerikanischen Original übertragen von Joachim Schneider

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