Schlechtes Zeugnis für die Meditationsforschung der letzten Jahrzehnte

Joachim Schneider 5. Januar, 2017

Abgesehen von den neuen Studien über die Wirkung von Meditation auf den entzündungshemmenden Genausdruck zeigen Meta-Analysen von Goyal (2014) und Ospina (2007), dass es in den letzten Jahrzehnten nur wenige, wissenschaftlich haltbare Untersuchungen über Meditation gab, von denen die meisten über Achtsamkeitsmeditation sind.

Aufgrund einer geringen Anzahl von Studien kommen Goyal und seine Kollegen zum Schluss, dass Meditation im Krankheitsfall nicht wirkungsvoller sei als herkömmliche Behandlungsmethoden, dass man Meditation jedoch getrost bei Stress oder stressbezogenen Krankheiten empfehlen kann.

Bis auf die neuen Studien über den Genausdruck, gab es in den letzten Jahrzehnten nur wenige Studien über Meditation, die den heutigen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Schon 2007 kommen Ospina und ihre Kollegen von der University of Alberta aufgrund einer Analyse von insgesamt 813 Meditationsstudien zu dem Schluss, dass Meditation und andere Geist-Körperübungen Bluthochdruck, Stress, chronische Schmerzen, Herzkrankheiten oder Drogenkonsum nicht belegbar absenken können. Die 813 Studien waren über TM, RR, Achtsamkeitsmeditation, Yoga, Tai Chi, und Qi Gong, konnten jedoch Ospina und ihre Kollegen aufgrund mangelhafter experimenteller Methodik und vielfach zu kleinen Testgruppen nicht überzeugen. Hinweise über die gesundende Wirkung dieser Praktiken beruhe größtenteils auf Einzelbeispielen, so die Wissenschaftler der vom US. Department of Health finanzierten Studie. Dies soll jedoch nicht heißen, dass diese Praktiken nicht wirken, sagt Ospina, lediglich, dass die bis 2005 verfügbare Forschung deren Wirkung nicht belegen kann.

Goyal et al. 2014

Zu einem nicht viel besseren Urteil kommt 2014 die American Medical Association, das Flagschiff der medizinischen Forschung in Amerika, in einer Analyse des Internisten Dr. Madhav Goyal von der Johns Hopkins University und seiner Kollegen über die Wirkung von Meditation bei Kranken. Von insgesamt 18.753 gefundenen Literaturstellen zum Thema Meditation bezogen die Forscher aufgrund mangelhafter experimenteller Methodik nur 47 Experimente in ihre Analyse mit ein.

Keine aktive Kontrollgruppe

Das Hauptproblem der von Goyals Analyse ausgeschlossenen Studien war, dass Meditierer nicht mit einer aktiven Kontrollgruppe verglichen wurden, sondern nur mit Personen auf einer „Warteliste“, in „herkömmlicher“ Behandlung oder mit gar keiner Kontrollgruppe. Ohne aktive Vergleichsgruppe, die ein alternatives Gesundheitsprogramm durchläuft, kann, so Goyal, nicht erkannt werden, ob eine festgestellte Wirkung nur aufgrund eines „Placebo Effekts“, also den Glauben an die Wirkung, oder aufgrund der Praktik selber zustande kommt.

Experimente ohne aktive Vergleichsgruppe sind keineswegs nur ein Manko der Meditationsforschung sondern waren auch in anderen Forschungsbereichen lange Zeit üblich.

Potentiell voreingenommene Versuchsleiter und langjährig Praktizierende

Studien, in denen Versuchsleiter eine untersuchte Praktik selber ausübten, oder finanziell oder anderweitig von den Ergebnissen profitieren könnten, wurden von Goyals Analyse ebenfalls ausgeschlossen. Auch Befragungen von Personen, die eine Praktik selber langfristig ausübten, wurden nicht berücksichtigt. Menschen neigen offenbar dazu, ihre eigenen Gewohnheiten gut zu heißen.

Akzeptierte Studien waren zumeist über Achtsamkeitsmeditation

Von den 47 Experimenten, die für Goyals Analyse zugelassen wurden, waren 36 Achtsamkeits- und 11 Mantrenmeditationen. Unter den 36 Achtsamkeitsmeditationen waren 17 MBSR („Mindfulness based Stress Reduction“) „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ und 19 MBCT („Mindfulness based Cognitive Therapy“), die „Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie“, bzw. Variationen von MBTC, welche zusätzlich zu MBSR eine Verhaltenstherapie beinhaltet, sowie über MBI („Mindfulness based Intervention“), ein verkürztes MBSR.

Von den 11 ausgewählten Mantrenmeditationen waren 7 TM („Transzendentale Meditation“), 3 CSM („Clinically Standardized Meditation“) und eine MRP („Mantra Repetition Program“).

Forschung über Urklangmeditation?

Über Deepak Chopras Primordial Sound Meditation, im deutschsprachigen Raum auch als Urklangmeditation bekannt, wurde kein Experiment ausgewählt, weil es darüber 2014 noch keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen gab. Dies hat sich mittlerweile geändert. Für eine Zusammenfassung der derzeitigen Forschung am Chopra Center lesen Sie  „Meditiere regelmäßig, mach Urlaub und schreib jeden Tag drei Dinge auf, für die Du dankbar bist).

Meditation nicht wirkungsvoller als herkömmliche Methoden im Krankheitsfall?

Aus den von Goyal und seinen Kollegen ausgewählten 47 Experimenten ziehen die Forscher den Schluss, dass Meditation im Krankheitsfall nicht wirkungsvoller ist als Sport, Medikamente oder kognitive Verhaltenstherapie, um Stress, Hyperaktivität, Drogen, Gewichts- oder Schlafprobleme in den Griff zu bekommen.

Einschätzung

Wenn Meditation dasselbe erreicht wie ein Medikament, bevorzuge ich Meditation. Dass jemand nur vom Meditieren seine Pfunde loswird, ist schwer vorstellbar. Die durch Meditation eintretende Bewusstseinsversänderung kann jedoch dazu führen, dass Menschen ihre Ernährung umstellen, bewusster essen und mehr Sport machen, weil sie sich ihrer körperlichen Bedürfnisse bewusster sind.

Die Genomikstudie über Deepak Chopras Primordial Sound Meditation bestätigt nur teilweise Goyals These, dass Meditation nicht wirkungsvoller ist als herkömmliche Behandlungsmethoden. Auch wenn Urlauber und neue Meditierer die gleichen Genveränderungen nach sechs Tagen im Luxushotel verzeichneten, hatten regelmäßige Meditierer noch bessere Blutwerte, eine Tendenz zur erhöhten Telomerase-Aktivität und eine erhöhte Antivirenbildung. Die Genstudie über TM von Shantih Duraimani und ihren Kollegen in 2015 von der Maharishi University of Management in Iowa (Siehe unten) bestätigt jedoch Goyals These. Nach 12 Wochen täglicher TM Meditation erhöhte sich zwar die Telomerase-Aktivität und der Blutdruck sank ab, Sport und gesunde Ernährung über den selben Zeitraum, lieferten jedoch dasselbe Ergebnis.

Achtsamkeitsmeditation am Besten?

Laut den von Goyal  47 ausgewählten Studien soll lediglich Achtsamkeitsmeditation Angst, Depression und Schmerz geringfügig lindern können, Mantrenmeditation jedoch nicht. Goyal und seine Kollegen räumen jedoch ein, dass es zu wenige gute Studien gibt, um allgemeine Schlussfolgerungen darüber anzustellen, welche Meditationspraktik im Krankheitsfall besser ist, auch im Vergleich zu herkömmlichen Praktiken.

Einschätzung

Dass unter der geringen Anzahl, der von Goyal als akzeptabel eingestuften Meditationsstudien, die meisten über Achtsamkeitsmeditation waren, und von diesen Studien Achtsamkeitsmeditation wirkungsvoller war als andere Praktiken, muss nicht bedeuten, dass Achtsamkeitsmeditation auch allgemein die beste Praktik ist.

Dass die gute Studien größtenteils über Achtsamkeitsmeditation waren, kann auch damit erklärt werden, dass Achtsamkeit an Universitäten „in“ ist, auch da deren Buddhistische Wurzeln eine intellektuelle, wissenschaftliche Auseinandersetzung zur Wahrheitsfindung bevorzugen. Dies steht im Gegensatz zu den rein intuitiven oder Guru-orientierten Praktiken, welche die Wahrheit, anstatt in statistischen Analysen, in „Gott“, einem anderen Menschen oder in sich selber suchen.

Meditation nicht schädlich

Goyal und seine Kollegen finden in ihrer Literaturdurchsicht keine Hinweise darauf, dass Meditation schädlich ist, und sagen, dass Meditation getrost bei psychischem Stress und damit verbundenen Krankheiten empfohlen werden kann. Lesen Sie den Artikel über Nebenwirkungen von Meditation, um mehr darüber herauszufinden (in Kürze).

Es folgt eine kurze Beschreibung der Praktiken, die Goyal et al. (2014) in ihre Analyse miteinbezogen haben:

MBSR

Die in MBSR („Mindfulness based Stress Reduction“), der „achtsamkeitsbasierten Stressreduktion“ enthaltene Achtsamkeitsmeditation ist, laut Jon Kabat-Zinn, dem Begründer von MBSR “größtenteils Vipassana mit einer Zen-Einstellung” (Kabat Zinn email aufgeführt in Glipin , 2009 p. 238). Lesen Sie hier mehr über Vipassana, Zen und MBSR.

Untersuchungen von John Kabat-Zinn, Richard Davidson und Kollegen zeigen, dass MBSR die Bereiche im Gehirn anspricht, die mit Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Selbstbewusstsein, Stressregulierung und der Verarbeitung von Gedanken und Gefühlen zu tun haben und dadurch entspannter und glücklicher macht (Siehe Hölzel et al., 2011). Gerade bei chronischen Schmerzen soll Achtsamkeitsmeditation helfen können, auch wenn die Analyse von Goyal und seinen Kollegen dies nicht bestätigen kann. Wer Schmerzen hat, soll die Aufmerksamkeit auf die Quelle des Schmerzes richten, um dadurch „eins” mit dem Schmerz zu werden und zu lernen, diesen anzunehmen, sagt Kabat-Zinn. Auch bei Depression, Burn-out, Schlafproblemen, Psoriasis, Epilepsie, Drogenabhängigkeit, Fibromyalgie, Bluthochdruck, Angst, Panikstörungen, Infektionen, Hautproblemen, Kopfschmerzen, Magenproblemen und Borderline Persönlichkeitsproblemen soll Achtsamkeitsmeditation helfen können, wobei, es zu prüfen gilt, ob diese Studien Goyals (2014) Standards entsprechen und herkömmliche Behandlungsmethoden nicht gleich wirkungsvoll sind.

CBT

CBT („Cognitive Behavior Therapy“), die „kognitive Verhaltenstherapie“, besteht aus Gesprächen und dem Führen eines Tagebuchs, um sich Gedanken, Verhaltensweisen und auch Schmerzen bewusst zu machen. CBT soll bei Schlaflosigkeit wirkungsvoller sein als Achtsamkeitsmeditation (Chiesa und Serretti, 2009).

TM

Über TM gibt es mehr als 600 veröffentlichte wissenschaftliche Studien an über 200 Universitäten und Forschungsinstituten. Eine Liste dieser Studien finden Sie auf den Websiten der TM-Anhänger David Lynch  und David Orme Johnson . Auf der Website der Maharishi University wird mittlerweile von 380 von Kollegen begutachteten veröffentlichten Studien gesprochen, die in über 160 verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Diese Studien sagen, dass TM bei Stress, Bluthochdruck, Überaktivität, Herzkrankheiten, Diabetes, Angst, Depression, Zorn, Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust helfen kann, Gehirnfunktionen, Koordination, Umsetzungsfähigkeit, Konzentration und Disziplin verbessert und mehr Selbstvertrauen, Toleranz, Unabhängigkeit, Achtsamkeit und Neugierde schenkt.

TM-Studien werden in den Meta-Analysen von Goyal et al. (2014) und Ospina (2007) jedoch zumeist nicht anerkannt, wobei, auf TM bezogen, nicht detailliert gesagt wird, warum. Ich kann nur mutmaßen, dass hier entweder die experimentelle Methodik bemängelt wurde oder Versuchsleiter selber TM-Praktizierende waren. Vorurteile gegenüber TM sind nicht auszuschließen. Andere Studien von Benson (1972) und Holmes (1984) zweifeln ebenfalls an TMs „einzigartiger“ Wirkung, im Vergleich zu anderen meditativen Praktiken oder unstrukturierten Ruhezeiten.

Mittlerweile gibt es eine TM-Studie von Duraimani und Kollegen von der Maharishi University of Management (2015) über den Genausdruck, die zeigt, dass sich nach 12 Wochen TM Meditation der Blutdruck senkte und die Telomerase-Aktivität erhöhte. Eine Vergleichsgruppe, die Sport machte und gesunde Ernährung zu sich nahm, erreichte im selben Zeitraum jedoch das gleiche Ergebnis. Ohne eine unabhängige Wiederholung dieser Studie entsprechen die Ergebnisse der Maharishi University über TM-Meditation aufgrund eines potentiellen Interessenskonflikts jedoch nicht den heutigen wissenschaftlichen Standards.

CSM (Clinical Standardized Meditation)

In den 1970igern entwickelte die Amerikanische Psychologin und TM-Meditiererin Patricia Carrington von der Princeton University, die „Clinically Standardized Meditation“, (CSM) im Zuge Ihrer Forschungsstudien über Meditation. Da sie TM für medizinische Zwecke für zu spirituell und zu teuer hielt, und die Mantren für zu wirkungsvoll, ließ sie Meditierer ein Mantra aus einer Liste von 16 klassischen Sanskrit-Mantren auswählen, die sie vorab ausgesucht hatte. Teilnehmer können auch ein eigenes Mantra außerhalb dieser Liste hernehmen, solange die Worte angenehm und beruhigend sind. Carringtons Untersuchungen zeigen, dass CSMs gesundende Wirkung vergleichbar mit der von anderen Meditationen dieser Art ist.

MRP

Bei MRP (“Mantram Repetition Program” soll man sich auf ein heiliges Wort

konzentrieren, welches man auch im Alltag, mit offenen Augen, beim Gehen, bei unangenehmen Gemütszuständen oder Tätigkeiten anwenden kann (Bormann et al. 2006, 2012). Zur Auswahl stehen Worte wie „Ave Maria“, „Shalom“, „So Ham“, „Om mani padme hum“, „Maranatha“, „Kyrie Eleison“, „Christe“, „Jesus“, „Rama“, „Om Namah Shivaya“, „Om Prema“, „Om Shanti“, „Bismallah ir-Rahman ir-Rahim, „O Wakan Tanka“ und andere. Die Empfehlung ist, ein Wort zu finden, mit dem man etwas Positives verbindet, etwas, das sich gut anfühlt und den eigenen religiösen Vorstellungen entspricht. Worte, die unangenehme Erinnerungen hervorrufen, sollen vermieden werden. Zunächst soll man ein Mantra ausprobieren und es dann, bei Gefallen, so oft, wie möglich, still, laut oder schriftlich wiederholen.

Für die Studien von Bormann erhielten Personen, die aufgrund eines Kriegseinsatzes an posttraumatischem Stress litten, entweder (1) Medikamente und eine herkömmliche Behandlung oder (2) ein sechswöchiges Gruppenmantrenrezitationsprogramm. Fragebögen vor und nach Ablauf dieses Mantrenprogramms deuteten bei den ehemaligen Soldaten eine Verbesserung der Symptome an.

RR

Eine Meditationspraktik, die in Goyals Meta-Analyse nicht berücksichtigt wurde und auch in Ospinas Analyse nicht gut wegkam, ist RR, die „Relaxation Response“.  RR wurde von Herbert Benson, dem Pionier der Meditationsforschung am Harvard Medical Center, in den Sechziger Jahren entwickelt, nachdem er von der TM Organisation angesprochen wurde, TM-Meditation zu erforschen. Benson selber soll nie sein eigenes TM Mantra erhalten haben. Seine Forschungsarbeit und die seiner Kollegen zeigt, dass verschiedenste Formen von Meditation, auch „transzendentale Meditationsstile“, Yoga, Tai Chi, Qi Gong, progressive Muskelentspannung, Biofeedback, Zwerchfellatmung, Gebetsrituale, Tönen, Fantasiereisen, das Wiederholen bestimmter Bewegungsabläufe, Sport, Jogging, ein Musikinstrument spielen, sogar Stricken oder Häkeln, zu einer heilsamen “Entspannungsreaktion” führen können. Da es „unzählig viele Möglichkeiten gibt, diese Entspannungsreaktion auszulösen und dadurch Stress und Angst abzubauen, empfiehlt Benson, dass „Jeder die Technik anwendet, an die er glaubt und diese täglich praktiziert“ (Martin, 2008). Lesen Sie in „Primordial Sound Meditation, TM und TM-Varianten“ wie RR funktioniert.

Über RR gibt es neuerdings eine Reihe von Experimenten, die zeigen, wie diese Praktik Genveränderungen auslöst. (Siehe den Artikel über Meditation und Genveränderungen).

Forschung nicht überbewerten

Auch wenn eine Meditationspraktik nicht erforscht ist oder deren Wirkung nicht hinreichend durch Meta-Analysen oder anderweitig belegt ist, muss dies nicht heißen, dass sie nicht wirkt. Um wissenschaftliche Studien durchführen zu können, braucht man Geld, ein Interesse an der wissenschaftlichen Erforschung einer Praktik und das dementsprechende „Know-How“.  Auch wird nicht nur der Wahrheit zuliebe geforscht, sondern aus wirtschaftlichem Anreiz, um eine Praktik besser vermarkten zu können oder eine universitäre Karriere voranzubringen. Dazu kommt, dass sich die wissenschaftlichen Standards darüber, was gute experimentelle Methodik ist, ständig weiterentwickeln. Die „gute“ Studie von heute, wird vielleicht in 20 Jahren auch wieder als fehlerhaft bemängelt.

Machen Sie Ihr Meditationsglück daher nicht unbedingt von Forschungsergebnissen abhängig, besonders wenn diese von einem zuweilen skeptischen medizinischen oder akademischen Establishment kommen. Bevor Sie sich für eine Praktik entscheiden, finden Sie heraus, ob die Praktik Ihnen zusagt, da man regelmäßig meditieren muss, um langfristig Verbesserungen im Gesundheitszustand herbeizuführen. So wünschenswert Gesundheit ist, ist der wahre Sinn von Meditation doch ein spiritueller, um mehr Klarheit im Leben zu finden und in diesen Augenblick zu kommen, was in jedem Fall heilsam sein kann.

Über den Autor

Dr. Joachim Schneider, Ph.D., hat in Sozialpsychologie an der University of Washington promoviert und ist als Coach, Berufsberater und Persönlichkeitsanalytiker zertifiziert.  Sowohl seine Masters-Arbeit als auch Dissertation beinhaltete die Durchführung von sozialpsychologischen Experimenten. Er praktiziert seit 1998 Primordial Sound Meditation und wurde 2003 von Deepak Chopra und seinem Trainer-Team am Chopra Center in Carslbad, Kalifornien als Primordial Sound Medtationslehrer zertifiziert, wo er 2006 „Teacher of the Month“ war. Seit 2004 unterrichtet er die Primordial Sound Meditation unter dem Namen „Urklangmeditation“ im deutschsprachigen Raum. Urklangmeditation ist sanft und mühelos. Sie haben nur eine Aufgabe sich wohlzufühlen. Da sie der einzige Mensch sind, der weiß, ob Sie sich jetzt wohlfühlen, sind Sie sich selbst der beste Guru. Mittlerweile bildet Schneider auch Lehrer in Spirit Sound Meditation aus. Seit 2006 beschäftigt er sich auch mit dem vedischen Horoskop und ist demnach ein „Mantrika“, ein Mantrenzauberer und Sänger.

Literaturverzeichnis

Bormann, J. E., Gifford, A. L., Shively, M., Smith, T. L., Redwine, L., Kelly, A., et al. (2006). Effects of spiritual mantram repetition on HIV outcomes: A randomized controlled trial. Journal of Behavioral Medicine, 29(4), 359-376.

Bormann, Jill E.,  Steven R. Thorp, Julie L. Wetherell, Shahrokh Golshan, and Ariel J. Lang. “Meditation-Based Mantram Intervention for Veterans With Posttraumatic Stress Disorder: A Randomized Trial” Online First Publication, March 12, 2012. doi: 10.1037/a0027522

Chiesa A and A Serretti. Mindfulness-based stress reduction for stress management in healthy people: a review and meta-analysis. J Altern Complement Med 2009; 15: 593–600.

Duraimani, Shanthi,  Robert H. Schneider, Otelio S. Randall, Sanford I. Nidich, Shichen Xu, Muluemebet Ketete, Maxwell A. Rainforth, Carolyn Gaylord-King, John W. Salerno, John Fagan. Effects of Lifestyle Modification on Telomerase Gene Expression in Hypertensive Patients: A Pilot Trial of Stress Reduction and Health Education Programs in African Americans. Published: November 16, 2015

Goyal M, Singh S, Sibinga EM, Gould NF, Rowland-Seymour A, Sharma R et al. Meditation programs for psychological stress and well-being: a systematic review and meta-analysis. JAMA Intern Med 2014; 174: 357–368.

Martin, Sara. The power of the relaxation response. A behavioral medicine pioneer reports on a time-tested technique that reverses aging and improves health.

Monitor Staff 2008, Vol 39, No. 9

Ospina MB, Bond K, Karkhaneh M, Tjosvold L, Vandermeer B, Liang Y, Bialy L, Hooton N, Buscemi N, Dryden DM, Klassen TP. “Meditation practices for health: state of the research.” Evid Rep Technol Assess (Full Rep). 2007 Jun;(155):1-263.

 

 

 

2 comments to Schlechtes Zeugnis für die Meditationsforschung der letzten Jahrzehnte

  • […] Schlechtes Zeugnis für die Meditationsforschung der letzten Jahrzehnte […]

  • […] Seit Jahrtausenden meditieren Menschen, um Ruhe und Klarheit zu finden, sich zu befreien und zu erleuchten. Studien weisen mittlerweile darauf hin, dass Meditation auch Stress abbaut, die Laune verbessert und einen entzündungshemmenden Genausdruck auslösen und dadurch schwerwiegende Krankheiten verhindern kann (Siehe  Genveränderungen und Meditation. Meditieren ist darüberhinaus nicht schädlich und kann getrost bei Stress und den damit verbundenen Krankheiten angewandt werden, sagt eine von der American Medical Association kürzlich veröffentlichte, ansonsten kritische Analyse über die Meditationsforschung der letzten Jahrzehnte. […]

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