Eins mit Körper und Geist im neuen Jahr – in sieben Schritten

Deepak Chopra, 1. Januar 2019

Anstatt im neuen Jahr eine schlechte Gewohnheit loswerden zu wollen, lassen sich Körper und Geist ganz natürlich und ohne Widerstand erneuern. Körper und Geist kann man nicht wie ein Smartphone aufladen. Auch wenn der Körper heute so aussieht, wie gestern, erneuert er sich ständig auf der Zellebene. Auch der Geist hat grundlegende Überzeugungen und Gewohnheiten mit einzigartigen Gedanken und Empfindungen in diesem Augenblick. Neujahrsvorsätze werden bald wieder verworfen, weil wir falsche Vorstellungen darüber haben, wie sich der Mensch verändert. Gegen eine schlechte Angewohnheit anzukämpfen geht gegen den natürlichen, mühelosen Fluss des Körpergeists. Weniger als 2 Prozent der Menschen, die abnehmen wollen, schaffen dies langfristig. Der Grund ist nicht, dass sich der Körper dem Menschen entgegenstellt, sondern unserem Kampf. Wenn wir Körper und Geist als unzertrennlich erkennen und aufhören gegen den Körper anzukämpfen, ist eine grundlegende Veränderung möglich. Der Stress fällt dann weg und Körper und Geist gleichen sich auf natürliche Weise aus.

Selbstfürsorge

Anstatt aus Angst und Misstrauen zu handeln und seinen Körper negativ zu bewerten, heißt auf sich achten, bewusst leben. Gewohnheiten sind unbewusst, eingefahrene Bahnen im Gehirn, wie gedankenlos Auto fahren. Die Qualität unserer Bestrebungen macht einen großen Unterschied. Sich an einem wunderschönen Morgen gut gelaunt zum Joggen zu entscheiden, ist etwas anderes als sich zum Joggen  zu zwingen, weil es angeblich gut für einen ist. Dinge tun, die angeblich gut für einen sind, die man aber nicht machen will, lösen viel Stress aus, auch weil man selber zum Verursacher des Stresses wird.  Auf sich zu achten ist ganz sein. Du kümmerst Dich um Dich selber und bist gleichzeitig der Umsorgte.

7 Schritte um mit Körper und Geist im neuen Jahr eins zu sein:

1. Geh ungezwungen mit Dir um

Verurteile dich nicht und reg Dich nicht auf, wenn Du einen Fehler gemacht hast. Wenn der innere Kritiker sich rührt, sag, “Ich habe das schon gehört. Es hilft nicht und ich brauche es nicht mehr.”

2. Gewinne Abstand

Wo übst Du Druck auf Dich aus? Lass das los. Die Anforderungen und Pflichten des Lebens können auch mit weniger Stress angenommen werden. Geh dahin zurück, wo Du Dich wohlfühlst und die nächste Herausforderung annehmen kannst. Druck ist nicht gleich Leistung, wie viele glauben. Je weniger Druck Du spürst, desto besser wirst Du in dem, was Du tust.

3. Meditiere

In der Meditation kann sich Stress auflösen und das Nervensystem an eine neue Normalität gewöhnen, die ruhende Wachheit.

4. Fördere jede Nacht guten Schlaf

Erholsamer Schlaf gleicht den Körpergeist aus.

5. Werde still

Nimm jeden Tag eine kurze Auszeit, um Dich zu entspannen.

6. Bewege Dich

Steh jede Stunde auf und bewege Dich, um der Trägheit vorzubeugen, die vom vielen Sitzen kommt.

7. Sieh Dich als bewusstes Wesen

Leben heißt bewusst sein.  Bewusstseinsausweitung ist kreativer Ausdruck Deines  Potentials, welches grenzenlos ist. Wir haben alle gelernt, innerlich gespalten zu sein und ständige Selbstwertungen als normal anzusehen. Deshalb brauchen wir zum ganzen Sein etwas Zeit und Geduld.

Aus dem Amerikanischen Original übertragen von Joachim Schneider