Ein evolutionäres Leben

David Simon, Medizinischer Direktor des Chopra Centers

Schon Hafiz sagt,

„Wie höre ich anderen zu? Als ob jeder mein Meister wäre und seine letzten geschätzten Worte von sich geben würde.“

Beim Studium des Jain, einer altertümlichen Religion und Philosophie aus Indien, stieß ich kürzlich auf den Begriff „Anekantevada“, was direkt aus dem Sanskrit übersetzt, „Nicht-Einseitigkeit” heißt.

Dieses Prinzip erinnert daran, dass, wir als Menschen die Neigung haben, die Welt von einem bestimmten Standpunkt aus zu betrachten und wir deshalb selten das Gesamtbild einer Situation sehen. Anekantevada ruft dazu an, eine flexiblere Perspektive zu entwickeln, damit wir uns nicht im „richtig“ oder „falsch“ Denken festbeißen.

Ein damit eng verwandtes Prinzip des Jain, das Syadvada, das vom Sanskrit Wort „syat“,“vielleicht ” kommt, weist darauf hin, dass Wertungen auf eine konkrete Situation begrenzt sind. Etwas, das in einer Situation wahr oder richtig sein mag, ist in der anderen  nicht unbedingt richtig. Der erste Schritt von Buddha’s achtfachem Pfad, die „rechte Ansicht“ betont das selbe Prinzip: Erwachte Wesen erkennen, dass ihre Perspektive eine von vielen möglichen Perspektiven ist. Sie bleiben dafür offen, die Welt aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Ein ganzheitlicher Mensch verschwendet seine Energie nicht darauf, seine Selbstherrlichkeit zu wahren, indem er andere kritisiert. Laut dieser Perspektive haben entweder alle Blickwinkel Ihren Wert oder keiner.

Eine starre Einstellung trennt uns vom Ganzen. Wenn wir starr an unserem Blickwinkel festhalten, opfern wir dadurch die Freiheit, die dem Gefühl der Ganzheit entspringen könnte, einer Abhängigkeit, die dadurch entsteht, dass wir uns von anderen als getrennt sehen. Wenn wir anerkennen, dass jeder Mensch verlockende Gründe für  seinen derzeitigen Standpunkt hat, werden wir ganz. Aus der Sicht des Bewusstseins sind alle Lebewesen das eine Wesen  in Verkleidung– Alles ist Gott  in Verkleidung. Deshalb, wenn  Gott aus einer anderen Perspektive zu uns spricht, lasst uns zuhören, was der  Heilige zu sagen hat.

Herzlichst,

David Simon

Zeichen von Ojas Zeichen von Ama
Du fühlst dich nach dem Aufwachen ausgeruht Müdigkeit nach dem

Aufwachen

Deine Haut hat einen gesunden Glanz Haut scheint leblos und müde
Deine Zunge ist klar und rosa Zunge ist belegt
Dein Körper fühlt sich leicht an, unabhängig vom Gewicht Völlegefühl
Du bist tagsüber in deiner Mitte Allgemeines Unwohlsein
Starke Verdauung Träge Verdauung
Voller Energie und enthusiastisch Depressiv
Klarer Verstand unaufmerksam
Angenehmer Geruch Mundgeruch
Du  wirst selten krank infektionsanfällig

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